Grundsatz 1- Aromen

Neatic

In diesem Beitrag geht es um den ersten Geschmacksverführer – die Aromen.

Aromen sind die Geschmacksverführer mit dem größten Talent, weil sie jedem Lebensmittel einen unterschiedlichen Geschmack und Geruch verleihen können. Sie lösen angenehme Geschmackserlebnisse aus und verstecken unangenehme Geschmacksnoten. Dadurch verbessern sie zwar den Geschmack und viele Lebensmittel schmecken durch sie wunderbar intensiv, aber gleichzeitig gaukeln sie Deinem Körper eine Nährstoffzusammensetzung vor, die nicht immer mit dem Geschmack übereinstimmt. 

Vector Iustration: Fröhliches Mädchen mit großer Brille und Muffin in der Hand

Um Dir die Auswirkungen von Aromen auf Deinen Körper zu erklären, wenden wir uns wieder an unsere 3 Hauptfiguren.

Dein Genussteufelchen liebt aromatisierte Lebensmittel. Sie schmecken unfassbar lecker und sind daher unwiderstehlich. Mehr und mehr essen macht Spaß. Dein Genussteufelchen übernimmt die Kontrolle und zwingt Dich dazu, weiter zu essen, obwohl Dein Kalorienbedarf längst gedeckt wurde.

Und Dein Überlebensgenie? Es erkennt normalerweise die Zusammensetzung Deiner Nahrung aufgrund des Geschmacks und kann sich optimal darauf vorbereiten. Stell Dir vor, Du isst einen Erdbeerjoghurt, der typischerweise wenig Erdbeeren, dafür aber Erdbeeraroma enthält. Dein Überlebensgenie erwartet frische Erdbeeren, aber bekommt sie nicht. 

Durch Aromen wird Dein Überlebensgenie verwirrt, weil Geschmack und Nährstoffzusammensetzung der Lebensmittel einfach nicht zueinander passen.

Was macht Dein Überlebensgenie in dieser verwirrenden Situation? Es lässt Dich mehr essen. Denn die Möglichkeit zu verhungern ist viel lebensbedrohlicher als etwas dicker zu sein.

Wie kannst Du Aromen in Lebensmitteln erkennen?

Aromen sind in der Zutatenliste von Lebensmitteln sehr einfach zu finden, und zwar durch die Wörter: „Aroma“ oder „Aromen“. Auch als Wortbestandteile musst Du auf sie achten, z.B. wie in „Erdbeeraroma“,„natürliches Aroma“ und „Raucharomen“.

Wie viel Aromen sind in Neatic zulässig? Die einfache Antwort: So wenig wie möglich.

Grundsatz Nr. 1

Finden sich in der Zutatenliste die Begriffe „Aroma“ oder „Aromen“, dann vermeide diese Lebensmittel.

Zu Beginn ist es ein Mehraufwand, die Zutatenlisten für Deine Lieblingsprodukte zu vergleichen. Mit der Zeit finden sich jedoch neue Lieblingsprodukte ohne Aromen. Für die meisten Lebensmittel gibt es aromafreie Alternativen. Diese sind nicht unbedingt teurer.

Die Anwendung von Grundsatz 1 ist zu Beginn hart. Das Genussteufelchen gibt nicht so schnell auf und verlangt nach gewohnt aromatisiertem Essen. Aber es lässt sich an aromafreies Essen gewöhnen. Der natürliche Geschmackssinn wird zurückkommen und Dein Essen schmeckt bald wieder genauso gut wie vorher. Nur eben ohne Aromen.

Vector Cartoon: befüllte Kaufhausregale