Grundsatz 3 – Zucker

Verschiedenartige Zuckersorten

In diesem Beitrag geht es um den dritten Geschmacksverführer – Zucker.

Neatic fasst mit dem Begriff Zucker alle Ein- und Zweifachzucker zusammen, die Lebensmitteln während der Herstellung extra zugegeben werden. Dazu zählen Haushaltszucker, Glukose, Fruktose und Mischungen daraus. In Neatic werden aber auch Sirup, Dicksaft, Fruchtsaft, Fruchtsaftkonzentrat und Honig beschränkt. Zucker verleiht Lebensmitteln Süße und verbessert das Geschmackserlebnis.

Dein Genussteufelchen liebt Zucker über alles. Es ist süchtig nach Zucker. Einmal daran gewöhnt, bleibt sein Leben scheinbar nur lebenswert mit Zucker. Je mehr, desto besser.

Und Dein Überlebensgenie? Normalerweise überwacht es ganz genau die Energiezufuhr und löst angenehme Sättigung aus, wenn Du genügend Energie zu Dir genommen hast. Bei Zucker – und insbesondere bei Zucker in Getränken – funktioniert das nicht. Obwohl zum Beispiel zuckergesüßte Limonade viel Energie enthält, wird diese vom Überlebensgenie nicht ausreichend wahrgenommen und Du wirst daher nicht satt. Häufig spricht man deswegen von leeren Kalorien. Diese werden zusätzlich zu anderen Lebensmitteln aufgenommen.

Die Gesamtkalorienaufnahme erhöht sich, Übergewicht ist die Folge.

Wie kannst Du Zucker in Lebensmitteln erkennen?

Du kannst Zucker an folgenden Signalwörtern in der Zutatenliste erkennen:

  • Zucker wie Rohrzucker, Traubenzucker, Invertzucker
  • Sirup wie Glukosesirup, Glukose-Fruktose-Sirup, Zuckerrübensirup
  • Dicksaft wie Agavendicksaft, Apfeldicksaft, Birnendicksaft
  • Nektar wie Kokosblütennektar
  • Ose wie Glukose, Fruktose, Saccharose
  • Dextrin wie Maltodextrin, Weizendextrin
  • Honig wie Blütenhonig, Akazienhonig, Waldhonig

Vorsicht: Alle industriell hergestellten Fruchtsäfte und Smoothies sowie alle selbst gepressten Säfte werden in Neatic ebenfalls als Zucker gewertet, da nicht die ganze Frucht verarbeitet wird.

Drei fruchtige Smoothies: gelb, grün, im Plastikbecher, mit Strohhalm

Wie viel Zucker ist in Neatic zulässig?

Die einfache Antwort: So wenig wie möglich.

Allerdings bleibt Neatic realistisch. Eine zu starke Beschränkung von Zucker ist langfristig meistens nicht umsetzbar. Dafür sind gezuckerte Lebensmittel einfach zu lecker.

Grundsatz Nr. 3

Begrenze Zucker auf 280 g pro Woche. Dies entspricht durchschnittlich 40 g pro Tag.

Der Grundsatz 3 ist oft am schwersten umzusetzen. Denn es gibt einiges zu beachten: Neatic konzentriert sich bei diesem Grundsatz auf besonders zuckerreiche Produkte. Daher werden nur Zucker berücksichtigt, die an den ersten drei Stellen in der Zutatenliste erscheinen. Je weiter vorne eine Zutat in der Zutatenliste steht, umso höher ist ihr Anteil am Gesamtprodukt. 

Taucht kein Zucker-Signalwort an den ersten drei Stellen in der Zutatenliste auf, wird dieses Lebensmittel in Neatic nicht beschränkt. Bei vielen Lebensmittel stehen Zucker-Signalwörter nach der dritten Stelle auf der Zutatenliste. Diese Zucker sind nur in geringen Mengen in Lebensmittel enthalten. Deshalb werden sie in Neatic nicht beschränkt. Warum? Damit Neatic nicht unnötig kompliziert wird.

Wie geht Neatic mit dem Zucker in Getreide und Obst um?

Neatic erlaubt den Verzehr von Vielfachzuckern beispielsweise in Getreiden (z.B. Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Reis, Mais, Hirse), Hülsenfrüchten (z.B. Bohnen, Erbsen, Erdnüssen, Linsen) und Kartoffeln. Der Genuss von Brot, Brötchen, Nudeln und Kartoffelbrei ist in Neatic ebenfalls nicht beschränkt.

In Neatic ist der Genuss von Obst ohne Einschränkung möglich, solange es in seiner essbaren Gesamtheit gegessen wird. Mit „essbarer Gesamtheit“ meint Neatic beispielsweise, den Apfel ohne Kerngehäuse und mit Schale oder die Orange nicht auszupressen, sondern ebenfalls ganz zu essen. In diesem Fall selbstverständlich ohne Schale.

frische Beerenauswahl: Himbeeren, Blaubeeren, Brombeeren
Nahaufnahme: Korb voll getrockneter Aprikosen

Auch Trockenobst kann ohne Einschränkung in Neatic verzehrt werden, solange kein Zucker im Verarbeitungsprozess zugesetzt wurde.

Selbstgemachte Smoothies dürfen getrunken werden, sofern alle essbaren Bestandteile der Frucht verarbeitet werden.

Aber denke daran: Alle industriell hergestellten Fruchtsäfte und Smoothies sowie alle selbst gepressten Säfte werden in Neatic als Zucker gewertet, da nicht die ganze Frucht verarbeitet wird.